Lehre

SoSe 2003 Universität Tübingen

Filmische Konstruktionen von Männlichkeit(en)

Der kritische Durchgang der Gender-Theorien durch die Wissensarchive, Bildspeicher und kulturellen Produktionen westlicher Kulturen zeitigt das Ergebnis, daß diese gemäß einer männlich-zentrierten Matrix organisiert sind. Sobald sich der Blick aber der bislang unangetasteten, da hierdurch gerade ausgeblendeten Kategorie von Männlichkeit zuwendet, wird folgendes deutlich: Männlichkeit selbst stellt eine weit weniger einheitliche Kategorie dar, als die sie sich zunächst präsentiert. Vielmehr handelt es sich um ein normatives Konzept, das jedoch in der Vielzahl kultureller Felder unterschiedlich umgesetzt wird. Den ganzen Beitrag lesen »

Lehre

SoSe 2003 Universität Tübingen

 

Naturalisierte Subjektivität – Geschlechteridentitäten als Effekt filmischer Verfahrensweisen

Geschlecht ist weitgehend sozial konstruiert. Soziokulturelle Instanzen produzieren und verteilen darüber Bilder, Muster, Texte. Die Filmwissenschaftlerin Teresa de Lauretis bezeichnet diese als “technologies of gender”. Eine herausragende unter diesen “technologies”: der Film. Welt- und Identitätsentwürfe sind für ihn konstitutiv. Die “Echtheit” der Bilder täuscht fast darüber hinweg, daß es sich dabei um Signifikationsprozesse handelt. Filmische Geschlechterentwürfe sind nicht mit Seinskategorien zu erfassen, sondern müssen als Konstrukte des Mediums verstanden wer-den. Die filmische Semiose enthält bereits in der Gesellschaft existierende Muster von Ge-schlechteridentitäten sowie deren Implikationen und reproduziert sie. Den ganzen Beitrag lesen »