{"id":276,"date":"2011-08-04T16:47:01","date_gmt":"2011-08-04T15:47:01","guid":{"rendered":"http:\/\/christianekoenig.de\/?p=276"},"modified":"2011-08-04T16:53:46","modified_gmt":"2011-08-04T15:53:46","slug":"lehre-sose-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/christianekoenig.de\/?p=276","title":{"rendered":"Lehre SoSe 2011"},"content":{"rendered":"<p>HS: &#8218;Being Foreign in the Master&#8217;s House&#8216; &#8211; Black und Chicana Feminisms in den USA in den 1970ern<\/p>\n<p>In den 1970er Jahren kam eine neue Dynamik in  einige Bewegungen in den USA, wie die B\u00fcrgerrechtsbewegung, die  Antikriegsbewegung, die \u00d6kobewegung und auch die Frauenbewegung.  Insbesondere diese bekam neuen Aufschwung sowohl bez\u00fcglich des  politischen Aktivismus als auch hinsichtlich der theoretischen  Reflektion &#8211; was heute mit der 2. Welle des Feminismus bezeichnet wird.<br \/>\nDie  Bezeichnung als Welle erfasst aber begrifflich nicht umfassend die  Auseinandersetzungen um Gender und Race, wie sie sich durch das  Aufkommen des black feminism und chicana feminism ausdr\u00fcckte.<\/p>\n<p>Diese Auseinandersetzungen ersch\u00f6pften sich keineswegs ausschlie\u00dflich  in der Kritik am sogenannten wei\u00dfen Feminismus, sondern sollten als  Versuch verstanden werden, die politischen Bestrebungen und  individuellen Erfahrungen von schwarzen Frauen und Frauen hispanischer  Herkunft in den USA in spezifischer politischer Organisation und  Theoriebildung sowie spezifischem politischem Aktivismus zu formieren  und ihnen Ausdruck zu verleihen.<br \/>\nMan spricht in der Literatur auch  von einer &#8222;interstitional politics&#8220; dieser besonderen Ausdrucksform, die  sich zwischen den Zielen und Programmen des Civil Rights Movement und  des Women&#8217;s Movement herausbildete.<br \/>\nVon einer einheitlichen Bewegung  kann dabei in beiden F\u00e4llen aber keine Rede sein, insofern sich \u00fcber  die weiteren Differenzierungsmerkmale verschiedener sozialer Herkunft,  aber auch von Religion sowie von sexueller Orientierung eine komplexe  Matrix ergab, die beinahe zwangsl\u00e4ufig auch Unvereinbarkeiten der  verschiedenen Richtungen und Positionen innerhalb der Bewegungen  erzeugte.<br \/>\nWir wollen uns im Seminar diesem komplexen Thema der  Bewegung des black feminism und chicana feminism ann\u00e4hern, indem wir  verschiedene Positionen innerhalb der Bewegungen untersuchen, um  Gemeinsamkeiten, aber auch grundlegende Differenzen herauszuarbeiten.  Dazu werden wir mit Quellen bspw. von der Third World Women&#8217;s Alliance,  der National Alliance of Black Feminists und dem Combahee River  Collective arbeiten. Wir werden uns Texte, Pamphlete, Reden, aber auch  Gedichte von zentralen Vertreterinnen der Bewegungen ansehen, wie bspw.  von Barbara Smith, Angela Davies, Michelle Wallace, Audre Lorde, Cherr\u00ede  Anzald\u00faa, Ton Morrison, Lorraine Bethel und bell hooks. Um aber einen  umfassenderen \u00dcberblick \u00fcber das Ph\u00e4nomen zu bekommen, werden wir zudem  einen Blick in andere Quellen werfen: einmal popul\u00e4re Zeitschriften, wie  Black Scholar und Ebony, aber auch TV-Serien, wie bspw. That&#8217;s My Mama,  Maude, Good Times und Blaxploitation-Filme, wie bspw. die Cleopatra  Jones-Reihe, um zu sehen, mit welchen soziokulturellen Widerst\u00e4nden,  Stereotypen, Vorurteilen, aber auch Elementen des Empowerments aus den  eigenen communities heraus sowie in der breiteren Kultur diese  feministischen Bewegungen in den 1970er Jahren konfrontiert waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HS: &#8218;Being Foreign in the Master&#8217;s House&#8216; &#8211; Black und Chicana Feminisms in den USA in den 1970ern In den 1970er Jahren kam eine neue Dynamik in einige Bewegungen in den USA, wie die B\u00fcrgerrechtsbewegung, die Antikriegsbewegung, die \u00d6kobewegung und auch die Frauenbewegung. 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