Lebenslauf

Christiane König ist Kultur-, Film- und Medienwissenschaftlerin. Sie promovierte bei Prof. Dr. Klaus-Detlef Müller am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit einer Studie zu den diskursiven Bedingungen von Weiblichkeit im Kino der 1990er Jahre im Spiegel der feministischen Filmtheorie.

Sie arbeitet zu Medienkulturen und -archäologien, mit besonderem Blick auf deren Subjekteffekte. Ihr epistemologisches Interesse gilt deshalb vor allem den historisch und systematisch verortbaren Schnittstellen verschiedener, mit Handlungsmacht ausgestatteter Materialitäten, die sich wechselseitig hervorbringen, die man auch als materiell-semiotische Techno-Ontogenesen von vergeschlechterten Körperlichkeiten, Psychologien und Identitäten bezeichnen könnte.

Das Feld der Forschungsinteressen verknüpft deshalb auch die Bereiche der feministischen Filmwissenschaft, Gender Medientheorien, Masculinities Studies und Queer Theory, Körpertheorien und Kulturgeschichte des Körpers, des Films als Geschichte der Wahrnehmung und des Wissens, der Kulturgeschichte des Films sowie der biologischen und informationstheoretischen Kybernetik.

Aktuell befasst sie sich insbesondere mit Medienmaterialitäten im Licht neomaterialitischer Queerfeminismen und queerfeministischen Kompostierungen des Anthropozäns.

Seit Oktober 2015 ist sie als Lecturer am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln tätig. Dort ist sie im Februar 2016 an der Philosophischen Fakultät mit einer Studie zur Medienarchäologie des Kinos und Films in Deutschland, die zugleich eine Geschichte queerer Männlichkeit ist, habilitiert worden. Die Habilitation erschien im März 2020 in der Metzler’schen Verlagsbuchhandlung unter dem Titel

Performative Figuren queerer Männlichkeit. Eine Mediengeschichte von Film und Kino in Deutschland 1986 bis 1945.

Im Wintersemester 2011/12 ist sie Juniorprofessorin für Digitale Kulturen am Institut für Medienkultur und Theater (Vertretung) der Universität zu Köln.

Im Sommersemester 2011 vertrat sie die Juniorprofessur für Postkoloniale Perspektiven in der Anglo-Amerikanischen Geschichte am Institut für Anglo-Amerikanische Geschichte des Historischen Seminars an der Universität zu Köln.

Von Oktober 2009 bis April 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Instituts der Universität zu Köln am Lehrstuhl für Nordamerikanische Geschichte von Prof. Dr. Norbert Finzsch (Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Post Colonial Studies, Mediengeschichte).

Bis März 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl „Medien- und Kulturwissenschaften [Gender]“ von Prof. Dr. Marie-Luise Angerer an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Als Autorin ist sie an der Entstehung von Forschungsbänden zu den Themen Tiere im Film, Prototypisieren, Neuen Feminismen, Körper in den Kulturwissenschaften, Pornoisierung von Pop, Filmgeschichte um 1920, Agency im post_digitalen Zeitalter sowie Queerfeministischen Kompostierungen des Anthropozäns beteiligt.

Sie ist Mitherausgeberin der Reihe Gender & Diversity in History & Politics des transcript Verlags Bielefeld sowie von Body Politics – Zeitschrift für Körpergeschichte (online).

Darüber hinaus gehört sie einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik Tübingen, Abteilung Humanpsychophysik, an und ist Mitglied in der Gesellschaft für Medienwissenschaften, der Gesellschaft für Geschlechterstudien sowie des Netzwerks Gender Studies der Universität zu Köln.