Lebenslauf

Christiane König ist Kultur-, Film- und Medienwissenschaftlerin. Sie promovierte bei Prof. Dr. Klaus-Detlef Müller am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit einer Studie zu den diskursiven Bedingungen von Weiblichkeit im Kino der 1990er Jahre im Spiegel der feministischen Filmtheorie.

Sie arbeitet zu Medienkulturen und -archäologien, mit besonderem Blick auf deren Subjekteffekte. Ihr epistemologisches Interesse gilt deshalb vor allem den historisch und systematisch verortbaren Schnittstellen verschiedener, mit Handlungsmacht ausgestatteter Materialitäten, die sich wechselseitig hervorbringen, die man auch als materiell-semiotische Techno-Ontogenesen von vergeschlechterten Körperlichkeiten, Psychologien und Identitäten bezeichnen könnte.

Das Feld der Forschungsinteressen verknüpft deshalb auch die Bereiche der feministischen Filmwissenschaft, Gender Medientheorien, Masculinities Studies und Queer Theory, Körpertheorien und Kulturgeschichte des Körpers, des Films als Geschichte der Wahrnehmung und des Wissens, der Kulturgeschichte des Films sowie der biologischen und informationstheoretischen Kybernetik.

Seit Wintersemester 2011/12 ist sie Juniorprofessorin für Digitale Kulturen am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln.

Im Sommersemester 2011 vertrat sie die Juniorprofessur für Postkoloniale Perspektiven in der Anglo-Amerikanischen Geschichte am Institut für Anglo-Amerikanische Geschichte des Historischen Seminars an der Universität zu Köln.

Von Oktober 2009 bis April 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Instituts der Universität zu Köln am Lehrstuhl für Nordamerikanische Geschichte von Prof. Dr. Norbert Finzsch (Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Post Colonial Studies, Mediengeschichte).

Bis März 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl „Medien- und Kulturwissenschaften [Gender]“ von Prof. Dr. Marie-Luise Angerer an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Aktuell arbeitet sie an einer größeren Studie zur Medienarchäologie queerer Männlichkeiten. Es handelt sich um eine filmhistorische Untersuchung des deutschen Kinos seit 1905, die mit medienarchäologischen Mitteln eine (Medien-)Epistemologie von Queerness seit Mitte des 19. Jahrhunderts herausarbeitet, um diese als Modell zur Analyse des Kinos zwischen 1905 und 1933 zu verwenden.

Sie schreibt momentan im Rahmen des von der DFG geförderten Netzwerks „Körper in den Kulturwissenschaften“. Hierzu wird der Band “‘What Can A Body Do?’ Praktiken und Figurationen des Körpers in den Kulturwissenschaften” im Frühjahr 2012 beim Campus Verlag erscheinen.

Als Autorin ist sie an der Entstehung von Forschungsbänden zu den Themen Tiere im Film, Prototypisieren, Neuen Feminismen und der Pornoisierung von Pop beteiligt.

Vor kurzem hat sie gemeinsam mit Stefanie Stallschus und Susanna Schönberg die erste Ausgabe von off topic: übersetzen, Zeitschrift für Medienkunst der Kunsthochschule für Medien Köln sowie mit Marie-Luise Angerer Gender goes Life: Lebenswissenschaften als Herausforderung für die Gender Studies herausgegeben.

Sie ist Mitherausgeberin der Reihe “Geschlecht - Kultur - Gesellschaft” des LIT-Verlags Münster/Berlin/Zürich/Wien/London.

Darüber hinaus gehört sie einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik Tübingen, Abteilung Humanpsychophysik, an und ist Mitglied in der Gesellschaft für Medienwissenschaften, der Gesellschaft für Geschlechterstudien sowie des Netzwerks Gender Studies der Universität zu Köln.